Bilder mit der Fuji X-M1

DSCF0017 Am 20. September war es so weit. Ich nahm am Fuji X-M1-Workshop in Dortmund teil. Thema war Streetfotografie.

Der Workshop war ausgebucht, 95% Männer und eine Quoten-Frau! Das Ambiente ok, wenn auch etwas nüchtern. Der Dozent stellte zunächst in aller Ausführlichkeit das X-System vor, wobei er im wesentlichen Folien des Marketings zeigte.

Dann wurden die Kameras ausgeteilt, ohne irgendwelche Sicherheiten. Bei Olympus bin ich gewohnt, dass ein Pfand (Ausweis, Führerschein) einbehalten wird und auch eine Referenznummer der Kamera zum Namen notiert wird. Großes Vertrauen hat Fuji da, vor allem, weil es überhaupt keine Teilnehmerliste als Gegenkontrolle gab.

Nun, jetzt würden doch bestimmt wesentliche Einstellungen der Kamera erklärt werden, habe ich gedacht. Aber nichts davon. Es gab noch ein paar Hinweise und Allgemeinplätze zur Streetfotografie, sowie ein paar (mich größtenteils nicht ansprechende) Fotos, dann wurden wir nach draußen geschickt. Der Dozent stand zwar für Fragen zur Verfügung, es gab aber keine weitere Instruktionen.

Ende des „Workshops“ war mit der Rückgabe der Kameras um 19.00 Uhr, obwohl er eigentlich bis 20.00 Uhr dauern sollte.

Fazit: Unter einem Workshop stelle ich mir etwas anderes vor. Weder wurde die Kamera richtig vorgestellt, noch wurde Wesentliches zum Thema Streetfotografie gesagt, praktische Übungen gab es auch nicht (ist bei Street schwierig, aber man hätte ja einige Situationen spielen können). Eine enttäuschende Angelegenheit. Ich hoffe, der nächste Workshop, für den ich mich angemeldet habe, wird erfreulicher.

Zur X-M1: Wenn man die Olympus OM-D und die PENs der P-Serie kennt, dann kommt einem die X-M1, insbesondere mit dem 16-50, sehr leicht vor. Die Verarbeitung ist gut, aber an das senkrechte Einstellrad müsste ich mich erst gewöhnen. Den Klappbildschirm kenne ich schon von der OM-D, mir fehlt trotzdem ein Sucher.

Mit dem AF kann man zufrieden sein. Mir ist keine wesentliche Verzögerung aufgefallen,  ich habe jedoch keine ausführlichen AF-Tests gemacht. Der OIS im Objektiv scheint gut zu sein. Das Foto mit den fahrenden Autos ist mit 1/13 s aufgenommen, trotzdem ist das Gebäude scharf. Die Bildqualität ist sehr gut, wie bekannt. Lightroom 5.2 scheint keine Probleme mit dem X-Trans-Sensor mehr zu haben.

Mich persönlich überzeugt die X-M1 jedoch aufgrund der Ergonomik (Einstellräder, kein Sucher) und Haptik nicht.

Ein Grund zum Wechseln von der OM-D ist das Fuji-System für mich nicht. Dafür habe ich zu viel in das Olympus-Equipment investiert und die Fuji-Objektive sind von Preis und Angebot her noch zu unattraktiv. Wenn ich neu einsteigen würde, käme für mich evtl. eine X-E3 mit Klappbildschirm in Frage, aber die gibt es (noch?) nicht.

Insgesamt ist das X-System ein stimmiges Konzept. Fuji verfolgt, wie auch Olympus mit PEN und OM-D, ein klassisches Design und Gehäuse-Konzept. Das puristische Design der X-Pro1 und X-E1 wird jedoch mit der X-M1 und X-A1 aus Kostengründen aufgeweicht. Die Objektive der XC-Serie haben keinen Blendenring mehr und sind sehr leicht.

Um mehr über die X-M1 zu erfahren, empfehle ich den Anwenderbericht von Bert Stephani.

Bei den Bildern habe ich zum Teil das Upright-Tool von Lightroom verwendet. Eines der besten Features und das Ende stürzender Linien. Ich habe sie aber nicht vollständig korrigiert, weil dann die Bilder unnatürlich wirken würden.

DSCF0018 DSCF0033 DSCF0035 DSCF0043 DSCF0038