Die Freiheit vom Studio

M7094968Manchmal braucht man etwas mehr Power als ein Aufsteckblitz liefern kann, insbesondere beim Blitzen mit Tageslicht.

Natürlich kann man dann eine Blitzschine mit mehreren Aufsteckblitzen verwenden. Aber das ist schon recht aufwendig – Alle Blitze vorbereiten, Akkus laden, Leuchtkraft einstellen etc.

Da ist ein Porty-Blitz, also ein kleiner Blitzkopf und ein Akku-Pack, einfacher in der Handhabung. Es gibt zwei Bauweisen: Einmal der All-In-One-Kopf, der Blitzröhre, Steuerung und Akku in einem Gehäuse vereinigt, oder das Zwei-Komponenten-System, wo Blitzröhre mit Lichtformerbajonett, in einem kleinen Gehäuse, kaum größer als ein Aufsteckblitz, über ein Kabel mit Akku und Steuereinheit verbunden ist. Dieses Akkupack kann man einfach tragen oder unten am Stativ befestigen.

Ich habe mich für die zweite Lösung entschieden, weil dann der Kopf leichter an einem Boom-Arm oder Stativ befestigt werden kann. Das Ganze ist dann wesentlich weniger kopflastig.

Eines der kleinsten Geräte ist der Jinbei FL-500, erhältlich bei Foto Morgen. Das Gerät hat 400Ws. Es gibt weitere Portys mit 600 und 1200 Ws, deren Akkupacks allerdings wesentlich größer und schwerer sind. Ein Blitz mit 1200 Ws hat 1 1/2 Blenden mehr Leistung. Sinnvoll ist das, wenn man die Sonne überblitzen will. Aber auch das möchte ich zunächst erst einmal mit dem FL 500 ausprobieren.

M7094970Als Lichtformer wird ein kleiner Standardreflektor mit Diffusorscheibe mitgeliefert. Außerdem habe ich meine 60cm SMDV-Box von Aufsteckblitz auf Jinbei/Bowens umgebaut (Adapter gibt es auch bei Foto Morgen). Schließlich habe ich einen 80 cm Faltbeautydish mit Frontdiffusor und Wabenraster bestellt.

60cm und 80cm klingt nicht nach viel Unterschied. Tatsächlich sind die beiten Lichtformer verpackt praktisch gleich groß, aber tatstächlich ist die Fläche des 80ers fast doppelt so groß wie die der 60er Box.

M7094969Gewaltig, nicht wahr?

Die SMDV nehme ich für Kopfporträts und wenn der Blitz manuell gehalten wird (am Boomstick oder in der Hand). Der Beauty-Dish dann für Ganzkörper oder wenn das Modell etwas weiter entfernt steht.

Die unterschiedlichen Ausleuchtungen muss ich noch probieren.

Hier erst einmal ein Schnellschuss – zuerst Standardreflektor, dann SMDV, dann BeautyDish. Beim BeautyDish konnte ich das Teil nur frontal halten. Ist schon etwas gewaltig für eine Hand.

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Zum Auslösen benutze ich zwei Yongnuo 603, weil ich diese schon habe und damit auch meinen Aufsteckblitz, den Yongnuo 560III, auslösen kann. Für alle Fälle habe ich außerdem ein langes Auslösekabel in der Box, man weiß ja nie. Mit den 603ern schaffe ich die 1/320s, die die Olympus OM-D M1 als kürzeste Synchronzeit bietet. Es gibt auch einen speziellen Funkauslöser von Jinbei, den man in den vorhandenen USB-Port einstecken kann. Vorteil ist, dass der Empfänger dann keine Batterien braucht. Aber auch damit lässt sich der FL-500 nicht ferngesteuert einstellen.

Was ich jedoch noch nicht hinbekommen habe, ist HSS. Es soll eigentlich mit dem Blitz funktionieren. Er hat eine Brenndauer von 1/1200s, so dass Belichtungszeiten von 1/1200s und kürzer möglich sein können.

Witz bei der HSS-Auslösung ist, dass die Kamera vor der eigentlichen Auslösung den Blitz zünden muss. Dazu muss die Kamera in den Highspeed-Modus umgestellt werden. Entweder, indem der Blitzauslöser der Kamera einen Systemblitz vorgaukelt, oder, bei Olympus, die Kamera in dem Modus bleibt, auch nachdem man den Systemblitz abgenommen hat.

Aber dies habe ich heute nicht geschafft und muss ich nochmal testen. Vielleicht muss man den FP-Modus (wie es bei Olympus heißt) nicht am Blitz, sondern in der Kamera auswählen. Mal sehen.

Mehr Infos zum High Speed Sync bei Martin Krolop. Hier!

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