Kamera-Historie

Seit Juli 2012 fotografiere ich mit der Olympus OM-D E-M5 und diversen Objektiven von 7.5 bis 150 mm. Als µ4/3-Kamera hat die Olympus einen Cropfaktor 2.

Dazu den Batteriegriff, Blitze von Metz und Yongnuo sowie als Zweitgehäuse eine Olympus PEN E-P5 und eine Olympus PEN E-PM2.

Abgerundet wird das Ganze durch drei Studioblitze von Elinchrom, die D-Lite RX One.

Das Leben geht weiter – und so ist meine Hauptkamera inzwischen das große Spaßpaket von Olympus geworden – die E-M1 mit den beiden Pro-Zooms 2.8/12-40 und 2.8/40-150. Außerdem ist noch ein portables Blitzgerät hinzugekommen, der Jinbei FL-500.  Zweitgehäuse und bei Fotosessions immer mit dem 1.8/17 dabei ist die P5.

Warum Olympus?

Meine erste Spiegelreflex war 1980 eine Yashica FRI mit 50mm und Albinar 28mm, später Tokina 28-85 und 70-210. Ab Ende der 80er stieg ich dann auf eine Kompaktkamera um, die Yashica T3, später T5. Doch als die AF-Technik bei den Spiegelreflexen ausgereift war, bin ich wieder schwach geworden und erwarb eine Canon EOS 100 mit 28-105 USM, später ein 70-300 USM, das 1.8/50 und das 1.8/85 sowie ein Sigma 2.8/24. Aber mit dem Weitwinkel bin ich nie klar gekommen. Da war immer zu viel drauf oder zu viele stürzende Linien.

Anfang 2002 der erste Einstieg in die Welt der Digitalfotografie. Mit einer Olympus Camedia 2040. Diese hatte zwar nur 2MPix, aber ein sehr lichtstarkes Zoomobjektiv 1.8-2.6/40-120. Zwei Jahre später die, zumindest vom Design her, futuristischste Kamera, die Konica Minolta Z2, ein Plastikbomber ohne Gleichen. Mit Pseudo-Sucher: Ein Klapp- und Spiegelmechanismus klappt den Bildschirm nach innen und spiegelt ihn dann im Sucher ein.

Kaufgrund war, dass sie den damals schnellsten AF ihrer Klasse hatte, mit Hybrid-Funktion (Phasen- und Kontrast-AF). Eine richtige DSLR war mir zu teuer.

2004 dann der Durchbruch: Canon riss die Preismauer ein, die anderen Hersteller folgten. Ich mochte das Plastikfeeling der EOS 300D überhaupt nicht. Von Plastik hatte ich mit der KoMi genug erlebt. Eine Kamera darf nicht knarzen, wenn man sie anfasst.

Ich hatte/habe eine Vorliebe für Underdogs. Ich mag das etwas Außergewöhnliche. Da kam mir die Pentax *istDS gerade recht (allein schon der Name – genauso „bescheuert“ wie OM-D E-M5, wenn ich ehrlich bin). Klein, handlich, stabil, mit echtem Prismen-Sucher, und mit Standard AA-Akkus betreibbar (wie alle meine Digitalkameras bis da hin). Gut, der AF konnte natürlich nicht mit Canon und Nikon mithalten, aber das Feeling war geil … so begann 2005 meine DSLR-Karriere.

2008 kam auch bei Pentax der Ultraschall-Motor ins Objektiv (bis dahin hatten alle Objektive Stangen-AF, wie bei den früheren Nikons), weil das Canon-Patent auslief. Ich machte fast jeden Gehäuse-Wechsel (K100D, K100D super) mit und landete 2009 bei der Pentax K200D mit 18-135, 55-300, 2.8/50-135 und dem Samyang Fish-Eye.

Eigentlich war ich zufrieden, bis auf das Gewicht. Und dann machte ich einen folgenschweren Fehler: Wegen Wenig-Nutzung verkaufte ich Anfang 2011 das 50-135. Fast ohne Wertverlust, da Pentax nach meinem Kauf im Jahre 2008 die Preise für die Objektive kräftig erhöht hatte.

Und ich nahm dafür eine Olympus PEN E-PL2 mit Doppelzoom-Kit und dem Panasonic Lumix 1.7/20 und fuhr in die Schweiz. Dort nutzte ich sowohl die Pentax als auch die PEN. Danach war die Pentax zum Service (einmal in den ersten zwei Jahren darf man eine Pentax zum kostenlosen Reinigungsservice senden). Als sie dann wieder kam, war sie mir zu groß geworden. Mit der Bildqualität der PEN war ich zufrieden. Sie bot mindestens genauso viel wie die Pentax (der Sensor der K200D war nicht für seine Rauschfreiheit bekannt und konnte nur bis ISO 1600 eingestellt werden). Ich machte kurzen Prozess und ersetzte die K200D samt Objektive und Blitz durch den Aufsetzsucher für die PEN (na ja, für ein Weitwinkel-Zoom blieb auch noch Geld übrig). Denn aufgrund meiner Alterssichtigkeit kann ich über Display nicht mehr gut fotografieren. So lange Arme habe ich nicht. Außerdem verwackle ich dann zu stark. Aber mit dem Aufsetzsucher klappte es wunderbar.

Eigentlich war ich zufrieden – wieder einmal. Eigentlich.

Dann stellte Anfang 2012 Olympus seine OM-D vor. Um genauer zu sein, sie haben sie begossen.

Sie war mir jedoch viel zu teuer. Mehr als doppelt so viel wie meine bisherigen Kameras.

Aber Olympus hatte sich einen gemeinen Trick ausgedacht: Sie veranstalteten in ganz Deutschland Workshops. Der nächste für mich war in Düsseldorf, im Studio von Visual Pursuit. Und da lag sie dann: Die silberne OM-D. Silber war in Deutschland zu der Zeit praktisch nicht zu bekommen. Aber sie hatten sie. 18 Stück.

Es war wie damals, bei meiner Yashica FRI. Die OM-D bietet mir alles, was ich mir erhofft habe. Mit einer Bildqualität, die mich sehr zufrieden stellt.

So bestellte ich mir nach dem Workshop eine silberne OM-D.

Und nun passt meine gesamte Ausrüstung mit 6 Objektiven, großem Aufsetzblitz, Batteriegriff und zwei Gehäusen in eine Crumpler Cupcake 5500, in die ich gerade meine Pentax K200D (ohne Batteriegriff) mit drei Objektiven bzw. zwei Objektiven und Blitz unterbringen konnte.