Spielzeugtag, Teil 1, Elinchrom Skyport HS für Olympus

Elinchrom Skyport HS mit Receiver und FL-500

Elinchrom Skyport HS mit Receiver und FL-500

Kurz vor der Photokina wurde er vorgestellt. Der Skyport HS für Olympus. Eigentlich nur eine komfortable Fernbedienung für die Elinchrom-Blitze. Das war bisher immer sehr fummelig mit dem kleinen Skyport. Man wusste nie, wieviel Klicks wirklich angekommen sind, so dass ich oft doch lieber zum Blitz gerannt bin, um ihn nachzuregeln.

Das ist jetzt vorbei. Schön übersichtlich kann man die Blitze einstellen.

Aber der Clou ist etwas anderes.

Mit dem Skyport HS ist jetzt auch für Olympus Kurzzeitsynchronisation möglich. Wem das nichts sagt, den verweise ich auf Martin Krolop.

Das ultimative Super-Synch-Tutorial

Bisher gabe es den Skyport HS für Canon und Nikon, seit kurzem für Sony und nun, – Trommelwirbel -, auch für Olympus. Sorry, Fuji und Pentax, ihr müsst noch warten.

Nicht verschweigen will ich aber, dass es mit den Yongnuo Funkauslösern für Canon und Nikon wesentlich günstigere Möglichkeiten gibt, aber mit dem Skyport und dem passenden Receiver kann man jeden High-Synch, Super-Synch oder sonstwas Blitz  mit Kurzzeit synchronisieren. Wichtig ist nämlich nur, dass der Blitz einen vorzeitigen Impuls bekommt und dann loslegt, bevor der Kameraverschluss sich öffnet. Und dann braucht man eine langsam abbrennende Blitzröhre, die die ganze Zeit während der Schlitz über den Sensor wandert, leuchtet. Natürlich verliert man dann an Leistung, weil zu jedem Moment nur ein Teil des Blitzlichts auf den Sensor fällt, fast wie bei Dauerlicht. Die HS-Auslöser verwenden dazu das Vorblitz-Signal der Kamera, den diese eigentlich für die TTL-Messung mit Systemblitzen verwendet.

Da man im Prinzip die Kamera austrickst, braucht man einen Regler, mit dem man den Auslösezeitpunkt genau bestimmen kann. Bei Elinchrom heißt das ODS (Overdrive Synch) und ich musste den Wert auf 1.4 ms stellen. Später kommt ein dunkler Verlauf oben im Bild. Es ist wichtig, den Zeitpunkt möglichst genau zu bestimmen, um den Blitz bestmöglich auszunutzen.

Obwohl Elinchrom meine D-Lite RX One als nicht für die HS-Synchronisation geeignet ansieht, funktioniert es doch. Allerdings nur bis max. 1/4000 Sek. bei 1/8000 treten Belichtungsunterschiede auf.

Aber besonders gut funktioniert es mit dem Jinbei FL-500. Dieser hat auch genug Kraft, dass bei Kurzzeitsynchronisation noch einiges an Leistung auf dem Sensor landet. So ist das mein künftiges Dreamteam.

Kleine technische Ergänzung

Die Vorhang-Geschwindigkeit bei einem Schlitzverschluss ist fest vorgegeben und entspricht der maximalen Standard-Blitzsynchrongeschwindigkeit, also bei der M1 1/320s. Die Belichtungszeit ergibt sich daraus, wann der zweite Vorhang loslegt. Dadurch wird zu jeder Zeit eine gewisse Höhe des Sensors belichtet.

Ein Blitz für die Kurzzeitsynchronisation muss also lang und stark genug leuchten, um insgesamt den Sensor zu belichten. Also im Fall der M1 mindestens 1/320s. Bei Aufsteckblitzen wird dies durch Stroboskopblitze erledigt. Studioblitze funktionieren anders. Sie haben eine längere Leuchtzeit, und zwar je günstiger der Blitz desto länger die Leuchtzeit. Früher wurden die Studioblitze auf Geschwindigkeit getrimmt, um Bewegung einfrieren zu können. Jetzt, mit der Technik des HS-Blitzens, braucht man wieder langsame Studioblitze.

Wenn die D-Lite Ones bei 1/8000 schlapp machen, ist das eher ein Problem der Leistung, weil zu wenig Licht den Sensor erreicht. Denn die Leuchtdauer muss ja immer 1/320s sein. Genauso kann es sein, dass sie mir einer anderen Kamera, die eine längere Blitzsynchronzeit hat und somit einen langsameren Verschluss, aufgrund ihrer Abbrenngeschwindigkeit gar nicht funktionieren.

Das muss man jeweils austesten.