TfP-Vertrag für Event-Shooting

QR-Code Karte

QR-Code Karte

Am 16. Januar findet im Romberg-Park ein Cosplay-Meeting von Models und Fotografen statt. Es sollen Kontakte geknüpft und auch fotografiert werden.

1, Dortmunder Fantasy/Cosplay Foto Meet & Greet

Dabei bestehen natürlich mehrere Probleme: Wie kann ich die Bilder dem Model zur Verfügung stellen, wie erhalte ich die Genehmigung zur Nutzung der Bilder und wie bekomme ich die Kontaktdaten (und kann sie hinterher noch zuordnen).

Meine Lösung dazu: QR-Code-Karten.

Mit pictrs.com habe ich einen Anbieter gefunden, der die von mir benötigte Funktionalität erfüllt und bis 2 GB Speicherplatz alle Funktionen kostenlos anbietet. Fotograf.de, ein weiterer (und ich meine größerer) Anbieter, stellt die kostenlosen Downloads der Bilder nur für die Bezahlkonten zur Verfügung.

Was brauche ich:

  1. QR-Tagging: Durch die Aufnahme eines Bildes mit einer QR-Code-Karte kann ich die nachfolgenden Bilder beim Upload automatisch sortieren lassen. Mit Eingabe des auf der Karte stehenden Codes kann das Model auf seine Bilder zugreifen.
  2. Gruppenaufnahmen: Bis zu sechs verschiedene QR-Code-Karten werden auf dem „Sortierfoto“ erkannt.
  3. Kostenloser Download: Ich lade die Bilder in HD-Auflösung hoch. Das reicht für soziale Medien sowie für Ausdrucke bis 13×18 in 300 dpi.
  4. Name und Unterschrift: Unter dem QR-Code trägt das Model seinen Realnamen ein und unterschreibt.
  5. TfP-Vertrag: Auf der rechten Seite der Karte steht ein kurzer TfP-Vertrag, der Fotograf und Model die gegenseitige Nutzung zu privaten Zwecken (Eigenwerbung, eigene Homepage und soziale Medien) zusichert. Außerdem können das Pseudonym bzw. der Rollenname und eine E-Mail-Adresse des Models eingetragen werden.
  6. Kontaktdaten: Auf der Vor- und Rückseite dann meine Kontaktdaten, Unterschrift und die Anleitung, wie man an die Bilder kommt.

Die Punkte 1-3 erledigt pictrs für mich. Um die Karte zu erstellen musste ich etwas tricksen.

Ich habe DIN-A6 Karteikarten verwendet. Leider stellt pictrs nur eine PDF-Datei zur Verfügung, deren Gestaltung fest vorgegeben ist. Da ich jedoch auf der Seite mit dem QR-Code noch den TFP-Vertrag unterbringen wollte habe ich mit Hilfe des PDF24-Creators die erstellte Datei in einzelne jpegs aufgeteilt (Datei öffnen, dann exportieren) und diese über den Canon EasyPhoto Print (bei meinem Canon-Drucker dabei, leider arbeitet der nur mit Canon zusammen) jeweils auf die linke Seite der Karteikarten gedruckt (netterweise ist DIN A6 etwa 10×15 und diese Größe bietet das Progamm zum Drucken an). Danach habe ich einen Text erstellt, ebenfalls in passender Größe, und nacheinander beide Seiten ausgedruckt.

Hier ist die Textdatei: QR-Card-Muster

Damit ist beiden Beteiligten mit vertretbarem Aufwand geholfen. Das Model muss nur seine Daten eintragen, die Karte wird fotografiert, und das Model nimmt sie mit.

Beim Fotografieren muss die Karte beim ersten Bild gut sichtbar fokussiert sein, damit beim Hochladen das Datenübernahme-Programm die Karten identifizieren und die nachfolgenden Bilder einsortieren kann. Der QR-Code ist für dieses Programm, nicht für das Model.

Gruppenbilder müssen zuerst in die Galerie eingestellt werden, auf diese können alle zugreifen.

Das System wurde eigentlich für die Kindergarten- und Schulfotografie entwickelt. Ich habe es bisher für einen Foto-Booth bei einer Konfirmanden-Party eingesetzt.

Aber dieses neue Verfahren eröffnet ungeahnte Möglichkeiten auch in der Street-Fotografie. Man kann die Karten nutzen, um Kontakt zu den fotografierten Personen auf der Straße aufzunehmen und ihnen die Bilder zur Verfügung stellen, was auf andere Art und Weise nur schwer möglich ist.