Bastelstunde (Boom-Arm)

Für die Outdoor-Blitzfotografie mit Aufsteckblitzen ist ein Einbein-Lichtstativ, ein sogenannter Boom-Arm, flexibler als ein Lichtstativ. Insbesondere da man auf öffentlichen Straßen kein Stativ aufstellen darf (Je nach Gemeindeordnung, Stichwort „Feste Lichtinstallation“).

Allerdings sind die günstigen Arme relativ kurz (Walimex und Elinchrom, jeweils 60-163 cm). Wenn man den Arm auf den Boden aufsetzt ist er zu kurz, er muss also ständig in Hüfthöhe gehalten werden.

Was tun? Für das doppelte Geld des Elinchrom-Arms, also für ca. 100 EUR, gibt es einen Arm von Sunbouncer, der sich auf gut zwei Meter ausziehen lässt, aber dafür auch 1,5 kg wiegt.

Aber es gibt eine günstigere, flexiblere und noch längere Lösung: die Manfrotto Stativverlängerung 099B. Ganze 2,30 m, zum gleichen Preis wie der Elinchrom-Arm, gerade mal 600 g leicht! Und theoretisch kann man den Arm auch noch auf ein Stativ setzen für noch mehr Höhe.

Allerdings hatte ich zwei Probleme: Zum Einen gibt es keine Handgriffe und zum Anderen ist unten natürlich die Spigot-Aufnahme, die dann entweder in die Hüfe drückt oder auf dem Boden im Dreck steht.

Für die Handgriffe gibt es eine einfache Lösung (danke für den Tipp, Martin Krolop!): Tennisgriff-Bandagen. Ich habe ein Frottee-Griff-Set von Decathlon geholt und unten und oben am unteren Element des Arms aufgeklebt.

Aber was mit der Spigot-Aufnahme tun? Dann kam der Geistesblitz: Man benötige einen Türstopper, eine 1/4″-Schraube und einen Spigot-Adapter. Fertig ist ein flexibler Stopfen, den man nach dem Einsatz abnehmen und reinigen kann.

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1/4″ Schrauben gibt es bei e-Bay, die Spigot-Adapter ebenfalls. Damit sich dieser nicht löst habe ich die Schraube mit Loctite Schraubensicherungfixiert. Außerdem ist der Stopfen mit Heißkleber abgedichtet.

Oberhalb der Spigot-Aufnahme sieht man die Tennisgriff-Bandage. Das muss ich allerdings nochmal üben oder lasse es nächstes Mal direkt im Laden machen.