Olympus PEN P5 – Meine neue Zweitkamera

Olympus P5Darf ich vorstellen – meine neue Zweitkamera: Die Olympus PEN P5.

Bisher habe ich eine PEN PM2 als Zweitkamera eingesetzt. Deren Gehäuse ist sehr klein, mit den entsprechenden Nachteilen, insbesondere hat sie keinen Klappbildschirm und nur ein Einstellrad sowie weniger Funktionstasten. Außerdem nutzt sie einen anderen Akku als meine OM-D.

Eigentlich wollte ich mir im Laufe des nächsten Jahres eine neue OM-D gönnen, entweder die M1 oder der Nachfolger meiner Kamera, die M5 Mark II. Warum ist es nun eine P5 geworden?

Na ja, es gibt vier Gründe. Die M1, das Topmodell, ist nun bereits seit zwei Jahren auf dem Markt und wird vermutlich zur nächsten Photokina abgelöst. Allerdings hält Olympus es durch bisher drei größere Updates auf dem aktuellen Stand. Die M5-II hat ein voll bewegliches Display, was zum Filmen seht gut ist, beim Fotografieren (zumindest im Querformat) eher störend. Beides hat mich hin und her überlegen lassen, bis Reinhard Wagner (der Buchautor und Betreiber des Olympus-Forums, außerdem DER Olympus-Spezialist in Deutschland) mich im Forum fragte, ob ich irgendeine der neuen Funktion der beiden Kameras brauchen würde. Und, wenn ich ehrlich bin, außer dem Tethered Shooting (Fernsteuerung durch den PC bei Studio-Aufnahmen) gibt es eigentlich nichts.

Und dann gab es ein Sonderangebot, die P5 zu 40% ihres ursprünglichen Preises! Das war dann der dritte Grund. Der vierte ist: Die P5 ist derzeit die schönste Kamera im Olympus-Programm.

So wurde es dann die P5, auch wenn im Januar vermutlich der Nachfolger vorgestellt wird und sie, nach der M5, das zweitälteste Modell im Stall ist.

Mit der P5 hat Olympus es geschafft, das Original aus den 1960er Jahren möglichst genau zu zitieren. Sogar das Styling des Schriftzuges passt.

Olympus PEN FT, Quelle: Olympus

Olympus PEN FT, Quelle: Olympus

Gegenüber der M5 hat die Kamera bereits ein WLAN-Modul eingebaut. Über ein Firmware-Update hat Olympus dann noch die vollständige Fernsteuerung, inkl. Zoom mit einem der beiden Objektiven mit elektrischem Zoom (12-50 EZ und 14-42 EZ). Leider ist das Programm oishare nur für Android und IOS verfügbar.

Allerdings hat Andreas Rebs durch Reverse Engineering ein Programm entwickelt, mit dem die Fernsteuerung auch vom PC aus funktioniert. Außerdem kann man die Bilder nach der Aufnahme im Hintergrund übertragen lassen und dann direkt in Lightroom anzeigen. Man sollte allerdings die Übertragung auf jpeg einstellen und bei RAW+Jpeg eine niedrige Jpeg-Auflösung verwenden, sonst dauert das Übertragen sehr lange.

Mit der P5 habe ich auch meine alte PEN-Tasche,die ich damals für meine erste Olympus, die PEN PL2 gekauft habe, reaktiviert. Dort passt dann die Kamera mit einem Objektiv sowie zwei weitere Objektive, also insgesamt 1.8/17, 1.8/25 und 1.8/45, hinein.

In den nächsten Tagen bekommt die Kamera noch ein Panasonic 12-32 Pancake-Zoom und ist dann das kleine Besteck für immer dabei.

Danke, Reinhard, für deine alles entscheidende Frage.

Nun kann ich entspannt abwarten, was das neue Jahr bringen wird.

Übrigens passt die P5 zusammen mit der M5 auch in meine Domke-Tasche, zusätzlich zu den anderen Objektiven. Ich musste nur etwas umpacken.